Forum Neue Vokalmusik
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Frauke Aulbert
Die Koloratursopranistin mit dem außergewöhnlichen Stimmumfang von
knapp vier Oktaven schrieb ihre Diplomarbeit über "Obertongesang in zeitgenössischer Musik"
mit besonderem Schwerpunkt auf dem Werk STIMMUNG.
Frauke Aulbert studierte an der Universität Kiel,
am Conservatorio Superior de Musica in Santa Cruz de Tenerife und
diplomierte 2009 an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg.
Sie besuchte Meisterkurse u.a. bei den Vocal-Performern Lauren Newton, Sainkho Namchylak,
David Moss und Michael Vetter. Improvisation und (Ur-)Aufführung oft eigens
für sie komponierter Musik führen Frauke Aulbert auf zahlreiche Festivals u.a. in
Heidelberg, Hamburg, Berlin, Rotterdam, Avignon, und Paris.
Für die Interpretation der INDIANERLIEDER "Am Himmel wandre ich" wird ihr 2009
von der Stockhausen-Stiftung der erste Preis verliehen. Frauke Aulbert spezialisiert sich
auf Neue Musik und kombiniert Bewegungs- und Vokal- Performance.
Neben der klassischen Ausbildung liegt der Schwerpunkt ihrer Arbeit auf so genannten
‚erweiterten’ Gesangstechniken wie Ober- und Untertongesang, Mulitphonics u.v.m.,
um die klanglichen Möglichkeiten ihrer Stimme auszuloten und Grenzbereiche zu überschreiten.
www.stimmkuenstlerin. de
Cornelia Bitzner-Petriu
studierte bei Holger Lampson am Musikseminar Hamburg (Alfred Schnittke Akademie International).
Die gebürtige Salzburgerin begann ihr Studium in Wien in den Fächern Schauspiel am Franz Schubert
Konservatorium bei Frau Prof. Anne Miller und Kunstgeschichte an der Universität Wien.
Von 2002 bis 2007 studierte sie in Hamburg in der Gesangsklasse von Holger Lampson.
Dort erhielt sie Schauspiel- und Improvisationsunterricht bei Jörg Andrees.
2007 schloss Sie ihr Studium mit der Performance PAMINA IMAGINATIONEN ab.
Meisterkurse besuchte sie für Gesang, Schauspiel und historische Aufführungspraxis
bei Anthony Roden, Ks. Agnes Giebel, Anne Reynolds, Thomas Adam, Prof. G. Darmstadt,
Prof. Johann Sonnleitner und Prof. Breda Zakotnik.
Schwerpunkte ihrer Arbeit bilden die zeitgenössische Musik, Improvisation und
historische Aufführungspraxis. Ihre Konzerttätigkeit gliedert sich u. a.
in selbst konzipierte Performances, Liederabende, Gesprächskonzerte und Teilnahmen an Symposien.
Sie interpretiert in enger Zusammenarbeit mit zeitgenössischen Komponisten,
wie u.a. Toshio Hosokawa, Augusta Read Thomas, Sofia Gubaidulina, Heiner Ruhland deren Werke.
Seit 2009 ist sie Teil des Solistenensembles des ChorWerk Ruhr
unter der Leitung des Komponisten und Dirigenten Rupert Huber.
www.stimm-art.com
Beat Duddeck
trat schon als Knabe am Staatstheater Braunschweig als Solist auf.
Neben umfangreichen chorsängerischen Aktivitäten studierte er Mathematik und Physik in
Stuttgart und Hannover sowie Gesang an der Musikhochschule Köln bei Prof. Kobeck,
wo er mit Konrad Junghänel und Rudolf Ewerhard Interpretation und Aufführungspraxis von
Renaissance- und frühbarocker Musik erfahren konnte.
Daneben sang er bei diversen Opernaufführungen in Köln, Tübingen, München, Wien und Münster
sowie bei den Wiesbadener Opernfestspielen.
Als Solist ist er heute ein gefragter Altist im Oratorienfach mit Schwerpunkt bei Werken barocker
und klassischer Komponisten. So sang er Bachs Passionen in Israel und Kopenhagen.
Beat Duddeck singt regelmäßig mit verschiedensten in-und ausländischen Ensembles
für Musik der Renaissance. (u.a. Innsbrucker Hofkapelle, Gesualdo Consort Amsterdam).
Seit 1986 ist er Mitglied des Orlando di Lasso Ensembles.
Er arbeitet heute regelmäßig mit führenden Interpreten Alter Musik zusammen:
Philippe Herreweghe, Thomas Hengelbrock, Paul Hillier und Andrew Manze.
Mehr als 50 CD-Einspielungen und Fernsehaufnahmen sowie häufiger werdende szenische Arbeit
im Opernbereich oder bei Inszenierungen verschiedener Oratorien mit u.a. Achim Freyer und
Philippe Arlaud bilden weitere Interessenschwerpunkte im Wirken von Beat Duddeck.
Philip Lehmann,
der im Iran geboren und in Südafrika sowie Deutschland aufgewachsen ist, begann mit 6 Jahren
das Geigenspiel. Durch die Förderung seiner Instrumental- und Theorielehrer an der
Kreisjugenmusikschule Stade bekam er den ersten Dirigierunterricht mit 14 Jahren,
studierte bis 2010 bei Prof. Walter Nußbaum an der Hochschule für Musik, Theater und Medien
Hannover Ensembleleitung und schloss dieses mit einem 1,0 bewerteten Finalkonzert ab.
In Hannover ist er Gründer des „Ersten Deutschen Bachelor of Arts Sinfonieorchesters“ für das er von
der HMTM für den Sozialpreis 2007„Studenten für Studenten“ des deutschen Studentenwerkes
vorgeschlagen wurde, und des „Ensemble21“, dessen Konzeption er schon im Sommer 2008
auf Island unter dem Titel „Kammersveit 21“ erfolgreich zur Aufführung gebracht hat.
Meisterkurse u.a. bei Manfred Schreier, Dan-Olof Stenlund und dem Hilliard-Ensemble
führen die musikalische Ausbildung fort.
Neben dem Dirigieren und Realisieren verschiedener Ensembleprojekte arbeitet Philip Lehmann
als Arrangeur von Klassischer aber auch von Cross-Over Musik.
Dies führte 2008 zu einer Zusammenarbeit mit dem NOMOS-Quartett. Außerdem arbeitet er als
Orchesterarrangeur mit dem Hannoveraner Filmkomponisten Christoph Schauer zusammen.
Philip Lehmann ist Produzent klassischer Claviermusik (1750-1850), vornehmlich mit
historischen Instrumenten. Hierbei stehen die historischen Spielweisen,
sowie die Wiederentdeckung und Publikmachung der historischen Stimmung der Instrumente
nach Johann Philipp Kirnberger im Vordergrund.
Seit 2011 ist Philip Lehmann 1. Vorsitzender des “Verein zur Förderung der Musikcfactory21 e.V.”,
sowie des “Verein zur Förderung neuer Vokalmusik e.V.”
www.musicfactory21.com
www.klassik-label.com
Julia Mihaly
Julia Mihály wurde 1984 geboren. Seit 2007 studiert sie an der HMTM Hannover bei Prof.
Norma Enns Gesang mit Schwerpunkt Zeitgenössische Musik und erhält bei Joachim Heintz
Unterricht in Elektronischer Komposition. Künstlerische Impulse sammelte sie in
Meisterkursen bei Salome Kammer, Karlheinz Stockhausen und Wolfgang Rihm.
Bereits vor dem Studium wurde sie Bundespreisträgerin im Wettbewerb "Junge Musikszene"
von den Berliner Festspielen. Für ihre Aufführung von TIERKREIS unter der Klangregie von
Karlheinz Stockhausen bei den Stockhausen - Konzerten und - Kursen wurde ihr von der
Stockhausen - Stiftung für Musik der 2. Preis verliehen, für Stockhausens musiktheatralisches
Werk Am HIMMEL WANDRE ICH wurde sie mit dem 1. Preis ausgezeichnet. Mit
Interpretationen diverser Werke von G. Kurtág und B. Bartók gewann sie den 1. Preis beim
"Magyar Zene" - Kammermusik-Festival in Bukarest. Außerdem erhielt sie mehrmals das
internationale Musikstipendium der KUNSTSTIFTUNG NRW. Julia Mihály war unter der
Leitung von Rupert Huber mit Ensemble Resonanz in der Philharmonie Essen zu hören, trat
im ZKM in Karlsruhe, auf der Musiktriennale Köln, im Hebbel-Theater in Berlin unter der
Regie von Sebastian Baumgarten, im Grillo-Theater Essen sowie in der Staatsoper Hannover
auf, sang auf der RuhrTriennale unter der Leitung von Peter Rundel und der Regie von Willy
Decker mit musikFabrik und machte mit dem Solistenensemble des ChorWerk Ruhr eine
Forschungsreise in den Oman. Am ZKM in Karlsruhe konnte eine ihrer Kompositionen auf
dem Akusmonium der GRM-Studios Paris realisiert werden.Julia Mihály ist spezialisiert auf
die Interpretation zeitgenössischer Musik. Dabei liegt ein Schwerpunkt ihrer Arbeit in der
Verbindung von Stimme und Live-Elektronik.
www.juliamihaly.net
Sebastian Wendt
wurde 1988 in Aurich/ Ostfriesland geboren. Im Alter von 12 Jahren fing er an Klarinette zu spielen,
später folgten Bassklarinette und Klavier. Seit 2009 studiert er Instrumentalpädagogik mit dem
Hauptfach Klarinette bei Ulf-Guido Schäfer an der HMTM in Hannover.
Zeitgleich fing er mit elektronischer Komposition bei Joachim Heintz an. Außerdem nimmt er
Improvisations- und Bassklarinettenunterricht bei Prof. Jonas Schön und Claudio Puntin in Berlin.
Für das Projekt „memento-Klangdenkmal für die verlorene jüdische Kultur in Ostfriesland“
ehemaliger Komponisten aus Ostfriesland wurde er 2009 als jüngster Komponist eingeladen.
Meisterkurse für Komposition und Neue Musik bei Carin Levine, Oliver Schneller und Charlotte Seither.
Künstlerische Zusammenarbeit unter anderem mit „l'art pour l' art“ , Musik 21, Ensemble S,
„Junges Ensemble für Neue Musik Niedersachsen“, „E.I.S.- Erstes Improvisierendes Streichorchester“.
www.katzengoldfisch.de
Das Ensemble “Forum Neue Vokalmusik” gründete sich 2010 auf Anregung der Stockhausen-Stiftung
um als erstes Werk “Stimmung” von Karlheinz Stockhausen auf die Bühne zu bringen.
Die Sängerinen und Sänger arbeiteten bei der Einstudierung eng mit den Musikern der Uraufführung zusammen,
um das Stück so originalgetreu und authentisch wie möglich interpretieren zu können.
Diese mündliche Tradition ermöglicht Einblick in jene Aspekte der Aufführungspraxis bei Stockhausen, welche
leider keinen Eingang in die gedruckte Version gefunden haben, aber für eine genaue Interpretation unabdingbar sind.
Das Ensemble ist auch das erste seit dem “Original”, das bei der Realisierung dieses großen Werkes
von der Stockhausen-Stiftung offiziell gefördert wird.
Forum Neue Vokalmusik
Sprengelmuseum Hannover
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St. Petri Hamburg
"In den Sog der Obertöne zog das Vokalensemble
Forum Neue Vokalmusik das Publikum im Sprengel Museum. (...)
Das Forum Neue Vokalmusik sang eine perfekte "Stimmung" - hellhörig, biegsam,
vor allem stetig innerhalb des großen Bogens (...). Das Publikum klatschte lustvoll und vergnügt."
(HAZ vom 7. Mai 2011)
"Laute wie nicht aus dieser Welt" (...)
Angenommen, man würde diese Klänge in den letzten Munuten seines Lebens hören,
so würde man womöglich nicht als der unerfüllteste Erdenbürger von dieser Welt gehen."
(Die Welt vom 11.Mai 2011)
http://www.welt.de/print/die_welt/hamburg/article13364746/Laute-wie-nicht-von-dieser-Welt.html
für Fragen, Auskünfte und Booking kontaktieren Sie bitte
Julia Mihaly direkt unter: 0049-(0)176-64035878
oder per Mail an forumneuevokalmusik@gmail.com
Impressum
Angaben gemäß § 5 TMG:
Verein zur Förderung Neuer Vokalmusik n. e. V.
Grabbestr. 7
30165 Hannover
Vertreten durch:
1. Vorsitzender: Philip Lehmann
2. Vorsitzende: Julia Mihaly
Schatzmeister: Beat Duddeck-Radons
Kontakt:
Telefon: 0179/9783993
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Philip Lehmann
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Die Komposition STIMMUNG von Karlheinz Stockhausen ist das erste und - seit seiner Entstehung 1968
-nach wie vor herausragendste Werk für Obertongesang.
Es inspirierte die ersten europäischen Obertonsänger zum Erlernen dieser Technik und kann somit als
Grundstein für den westlichen Obertongesang angesehen werden.
Karlheinz Stockhausen verband mit dem Namen STIMMUNG verschiedene Aspekte:
„die reine Stimmung, in der die Vokalisten die 2. 3. 4. 5. 7. und 9. Obertöne zum
Grundton des tiefen B singen und immerwiederfinden sollen, nachdem sie unrein geworden sind [...];
das Sich-Einstimmen eines Vokalisten,
[...] das rhythmische, dynamische, klangfarbliche Einstimmen
bei der Integration eines frei in den Zusammenhang hineingerufenen Magischen Namens;
und -nicht zuletzt -steckt in dem deutschen Wort ‚Stimmung’ die Bedeutung von Atmosphäre,
von Fluidum, von seelischer Gestimmtheit; und in ‚Stimmung’ steckt Stimme (!).“ (1)
Wie aus dem Nichts umgeben den Hörer hohe, flötenartige Töne, von denen scheinbar nicht festzustellen ist,
woher sie eigentlich kommen. Das ist die Charakteristik der Obertöne.
Ein Ton besteht physikalisch aus einer ganzen Traube an Tönen, von denen wir normalerweise den Grundton am
deutlichsten hören. Beim Obertongesang filtern wir einen weiteren Ton
aus dem Spektrum so deutlich heraus, dass das Ohr glaubt, eine zweite Schallquelle wahrzunehmen.
In diesem Werk wird Vokalisches Obertonsingen angewandt, welches ermöglicht,
dass Vokale und Worte innerhalb der erklingenden Obertöne weiterhin verständlich bleiben.
"Die Sänger (der Uraufführung) lernten in vielen Monaten eine ganz neue Vokaltechnik:
Die Stimmtöne müssen möglichst leise, und bestimmte Obertöne –
bezeichnet durch eine Zahlenreihe von 2 bis 24 und durch Vokalreihen des phonetischen Alphabetes –
möglichst dominierend gesungen werden; ohne Vibrato, nur in Stirn- und anderen Kopfhöhlen schwingend;
mit langen, ruhigen, ausgeglichenen Atemzügen.“ (1)
Jeder Sänger hat verschiedene Modelle und Magische Namen, die er nach einer bestimmten Reihenfolge ins
Spiel bringt und auf die die anderen mit ‚Transformationen’,
‚variierten Abweichungen’, ‚Schwebungen’‚ ‚Übereinstimmung’ reagieren. (1)
Das “Forum Neue Vokalmusik” benutzt die sogenannte "Pariser Fassung" des Werkes.
In dieser entspricht die Reihenfolge der Modelle der Erstaufführung.
„Gewiß ist STIMMUNG meditative Musik. Die Zeit ist aufgehoben. Man horcht ins Innere des Klanges,
ins Innere des harmonischen Spektrums, ins Innere eines Vokales, ins Innere.
Feinste Schwebungen – kaum Ausbrüche – alle Sinne sind wach und ruhig.
In der Schönheit des Sinnlichen leuchtet die Schönheit des Ewigen.“ (1)
(1) aus: „Einführung“, geschrieben am 21. August 1969, für Programme und für die Schallplatte der DGG) von Karlheinz Stockhausen